Landtagswahl 2027: NRWSPD-Vorstand nominiert Jochen Ott als Spitzenkandidaten

Foto: Pascal Skwara

Der NRWSPD-Landesvorstand ist am Freitag, den 23. Januar 2026, zu seiner zweitätigen Klausurtagung zusammengekommen, auf der das Führungsgremium des größten SPD-Landesverbandes wichtige Weichenstellungen mit Blick auf die Landtagswahlen im Frühjahr 2027 trifft. Am Freitagnachmittag hat der SPD-Landesvorstand eine erste wegweisende Entscheidung getroffen: Auf Vorschlag der Landesvorsitzenden Sarah Philipp und Achim Post hat das Gremium den 51-jährigen SPD-Oppositionsführer Jochen Ott einstimmig als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl nominiert. Die Wahl erfolgt auf einer Landesdelegiertenkonferenz am 13. Juni 2026.

Zur Nominierung erklärt Jochen Ott, designierter Spitzenkandidat der NRWSPD für die Landtagswahl 2027:

»Die Nominierung durch den NRWSPD-Landesvorstand erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und Demut. Ich möchte Ministerpräsident werden, weil ich überzeugt bin, dass Nordrhein-Westfalen wieder gerechter werden muss. Zu viele Menschen erleben, dass ein harter Vollzeitjob kaum noch zum Leben reicht, dass Bildungschancen vom Geldbeutel der Eltern abhängen und dass steigende Mieten Familien aus ihren Nachbarschaften verdrängen. Diese Ungerechtigkeiten sind nicht gottgegeben, sie sind politisch gemacht und sie lassen sich politisch ändern.

18 Millionen Menschen verdienen eine Landesregierung, die anpackt und Verantwortung übernimmt. Ich will Nordrhein-Westfalen zum familienfreundlichsten Bundesland machen, indem wir Familien finanziell und zeitlich entlasten. Unsere wichtigste Ressource für die Zukunft sind die klugen Köpfe von morgen, deshalb sind Investitionen in Bildung auch Investitionen in wirtschaftliche Stärke. Starke Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze entstehen nur im Schulterschluss von Beschäftigten, Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik. Dieses Bündnis will ich als Ministerpräsident erneuern und Innovationen von Wasserstoff bis Künstlicher Intelligenz voranbringen. Gerechtigkeit entscheidet sich auch vor Ort – bei funktionierenden Kommunen, guten Schulen, intakten Straßen und Sportanlagen. Mein Ziel ist Aufstieg und Aufbruch für unser Land, getragen von denen, die Nordrhein-Westfalen mit ihrer Arbeit, ihren Familien und ihrem Engagement zusammenhalten.«

Achim Post, Vorsitzender der NRWSPD, erklärt zur Nominierung:

»Jochen Ott wird die NRWSPD als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen. Nordrhein-Westfalen steht vor großen Problemen – von wirtschaftlichem Abstieg über Bildungsdefizite bis hin zu wachsender Ungerechtigkeit im Alltag vieler Menschen. Der Ministerpräsident duckt sich vor all diesen Problemen weg, flüchtet rhetorisch oft in die Bundespolitik und die Landesregierung bietet auf die Probleme zu wenig Antworten. Wir wollen Hendrik Wüst auf dem Spielfeld der Landespolitik schlagen und Nordrhein- Westfalen wieder gerecht machen. Jochen Ott steht für Gerechtigkeit, Tatkraft und Nähe zu den Menschen, und genau diese Eigenschaften braucht unser Bundesland jetzt.«

Sarah Philipp, Vorsitzende der NRWSPD, erklärt:

»Die Menschen müssen sich bei der nächsten Landtagswahl beantworten, ob ihr Leben unter
Ministerpräsident Hendrik Wüst und durch die schwarz-grüne Landesregierung besser oder schlechter
geworden ist – und die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Es fehlen allein zehntausende U3-Kitaplätze, Industriearbeitsplätze gehen Monat für Monat verloren und NRW rutscht in Bildung, Infrastruktur und kommunaler Handlungsfähigkeit immer weiter ab. Staus, Unterrichtsausfall und marode Städte prägen den Alltag vieler Familien, während Zukunftsängste wachsen. Diese Probleme sind keine Naturgesetze, sie sind das Ergebnis von Landespolitik – und sie lassen sich durch bessere Landespolitik lösen. Wir starten heute in den Landtagswahlkampf mit einem klaren Plan für mehr Gerechtigkeit. Mit Jochen Ott als Spitzenkandidaten treten wir geschlossen an, um Nordrhein-Westfalen wieder gerecht zu machen.«

»SPD-Erbschaftssteuerreformpläne entlasten die große Mehrheit«

NRWSPD-Vorsitzender Achim Post zu den vorgestellten Reformplänen der Erbschaftssteuer durch die SPD-Bundestagsfraktion:

»Das Erbschaftsteuersystem ist seit Jahren in einer dramatischen Schieflage: Während kleine und mittlere Erbschaften oft belastet werden, bleiben sehr große Vermögen durch Ausnahmeregeln und Gestaltungsmöglichkeiten häufig nahezu steuerfrei. Das ist zutiefst ungerecht und widerspricht fundamental dem Leistungsprinzip.

Die Reformpläne der SPD-Bundestagsfraktion entlasten die große Mehrheit: Private Erbschaften bis zu einer Million Euro sollen steuerfrei bleiben. Das ist eine klare Steuersenkung für die große
Mehrheit der Erben. Mit einem Unternehmensfreibetrag von fünf Millionen Euro schaffen wir zudem Sicherheit für kleine und mittlere Betriebe, damit Nachfolgen nicht zur Existenzfrage werden.

Ich erwarte von Ministerpräsident Wüst und den Ländern eine konstruktive Unterstützung. Eine gerechte Erbschaftsteuerreform würde den Ländern Milliarden bringen – für mehr Lehrkräfte an
Schulen, mehr Polizei auf der Straße und mehr Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. Diese Chance müssen wir gemeinsam nutzen.«

Die NRWSPD trauert um Ernst-Wilhelm “Ewi” Rahe

Der ehemalige Landtagsabgeordnete und das ehemalige NRWSPD-Landesvorstandsmitglied Ernst-Wilhelm Rahe ist verstorben. Dazu erklärt Achim Post, Vorsitzender der NRWSPD:

»Meine Gedanken sind bei der Familie von Ewi. Ich wünsche allen von Herzen viel Kraft und hoffentlich bald auch wieder neue Zuversicht. Ich kenne Ewi seit fünfzig Jahren als guten Freund, der immer zuerst seine Mitmenschen im Blick hatte. Ewi Rahe fehlt schon jetzt – auch und gerade mit seinem leidenschaftlichen Engagement für unsere Demokratie und für sozialen Zusammenhalt.

Ewi Rahe hat die NRWSPD geprägt. Seit seinem Eintritt in die SPD im Jahr 1976 engagierte er sich unermüdlich für seine Mitmenschen und seine Partei vor Ort. Er war Vorstandsmitglied im SPD-Gemeindeverband Hüllhorst und im SPD-Kreisverband Minden-Lübbecke sowie Regionalvorsitzender der SPD-Region Ostwestfalen-Lippe. Ab 2002 bis 2021 gehörte er dem Landesvorstand der NRWSPD an und prägte dessen Arbeit entscheidend mit. Mit großer Überzeugung und einem tiefen Sinn für sozialen Zusammenhalt setzte er sich besonders für die Teilhabe aller Menschen ein – insbesondere von Menschen mit Behinderungen. Sein Engagement für Medienbildung und die Förderung von Medienkompetenz war ihm bis zuletzt ein wichtiges Anliegen.

Viele im Mühlenkreis und in ganz Nordrhein-Westfalen werden ihn in steter Erinnerung behalten, so wie er war: bodenständig und heimatverbunden, sozial und gesellig. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden sowie all jenen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Mit ihm verlieren wir einen verlässlichen, aufrichtigen Menschen und einen leidenschaftlichen Sozialdemokraten.«

Achim Post: »Mit Abschneiden können Parteien der Mitte nicht zufrieden sein«

Bild: Pascal Skwara

Zum aktuellen Zwischenstand bei der Auszählung der Kommunalwahlen (Stand: 19:30 Uhr) erklärt Achim Post, Vorsitzender der NRWSPD:

»Unsere Mitglieder, unter ihnen rund 8.000 Kandidatinnen und Kandidaten, sind in den letzten Wochen über sich hinausgewachsen und haben gekämpft. Das war nicht leicht, denn sie standen oft im Gegenwind. Dass die SPD heute spürbar besser als zuletzt bei den Bundestagswahlen abgeschnitten hat, zeigt wie tief unsere Mitglieder in den Kommunen verankert sind.

Kommunalwahlen finden niemals isoliert von der Politik in Bund und Land statt. Die Rechtsextremen gehen gestärkt aus dieser Wahl hervor. Mit dem heutigen Abschneiden können alle Parteien der Mitte nicht zufrieden sein, die in den letzten Jahren in Bund und Land Regierungsverantwortung getragen haben.

Die Menschen erwarten gerade jetzt von der Politik, dass sie sich mit den großen Problemen beschäftigt und nicht mit sich selbst. Der Debattenstil der letzten Monate hat jedoch genau den gegenteiligen Eindruck vermittelt, ob bei der Richterinnenwahl, den Reformen des Sozialstaats oder in der Rentendebatte. Deshalb muss von den Ergebnissen eine klare Botschaft ausgehen: Wir haben verstanden – das kann ich für die nordrhein-westfälische SPD klar sagen. Ein „Weiter so“ darf es jetzt nicht geben und wird es mit der NRWSPD auch nicht.

Wir gehören aber nicht zu denjenigen, die nur nach Berlin zeigen. Wir werden diese erste Runde der Kommunalwahlen im Landesvorstand auswerten. Zeitgleich gilt unsere Konzentration den Stichwahlen und unsere volle Unterstützung gilt den vielen SPD-Kandidatinnen und Kandidaten, die im zweiten Wahlgang erfolgreich sein werden. Anschließend werden wir ein Gesamtfazit ziehen.

Wir sehen am heutigen Abend aber auch Erfolge in einigen Kommunen und schauen in den nächsten Stunden gespannt auf die weiteren Ergebnisse. Die SPD ist zuversichtlich, dass wir heute den ein oder anderen Erfolg in den Kommunen feiern und viele Rathäuser mit einer SPD-Verwaltungsspitze rot bleiben werden.«

»Wichtige Entlastung für Beschäftigte«

Am Mittwoch, den 10. September 2025, hat das Bundeskabinett die Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer beschlossen. Die neue Regelung soll ab dem 01. Januar 2026 gelten. Dazu erklärt Achim Post, Vorsitzender der NRWSPD:

»Mit der Erhöhung der Pendlerpauschale entlastet die Bundesregierung Beschäftigte ab Januar 2026 deutlich. Das ist ein wichtiges Signal an alle berufstätigen Familien in unserem Land. Beschäftigte, die jeden Tag 20 Kilometer zur Arbeit pendeln, sparen durch die Reform mehr als 350 Euro im Jahr. Das ist bares Geld, das vor allem den Familienhaushalten zugutekommt.

In keinem anderen Bundesland pendeln die Menschen so viel wie in Nordrhein-Westfalen. Umso fataler wäre es, wenn die nordrhein-westfälische Landesregierung jetzt bei ihrer beabsichtigten Blockade im Bundesrat bleiben sollte. Wer ständig nach Berlin zeigt und nach Entlastungen ruft, darf nicht blockieren, sobald er selbst einen Beitrag leisten soll.«

Wichtiges Signal für unseren Wirtschaftsstandort

Das Bundeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung mehrere Maßnahmen zur Senkung der Strom- und Energiepreise beschlossen, die bereits zum 1. Januar 2026 greifen. Dazu erklärt der Vorsitzende der NRWSPD, Achim Post:

 »Der Kabinettsbeschluss ist ein wichtiges Signal für unseren Wirtschaftsstandort. Gerade für Nordrhein-Westfalen mit seiner starken, energieintensiven Industrie – von Stahl über Chemie bis zur Grundstoffproduktion – ist die Senkung der Energiepreise von zentraler Bedeutung. Sie trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die industrielle Transformation in Richtung Klimaneutralität voranzubringen.

 Wichtig ist zugleich, dass wir schnellstmöglich finanzielle Spielräume eröffnen, um die Senkung der Stromsteuer auch an die Privathaushalte weiterzugeben. Dafür müssen jetzt alle Optionen ernsthaft diskutiert werden – gerade auch eine höhere Besteuerung großer Vermögen.«

NRWSPD: »SPD hat die Kommunen fest im Blick«

Bild: SPD / Jörg Holtkamp

Zur Einigung von Bund und Ländern bei der Aufteilung der Kosten des geplanten Investitionsprogramms für die Wirtschaft erklären Achim Post, Vorsitzender der NRWSPD, und Wiebke Esdar, Vorsitzende der NRW-Landesgruppe der SPD-Fraktion im Bundestag und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag:

Achim Post, NRWSPD-Vorsitzender:

»Mit der Einigung zwischen Bund und Ländern bei den Finanzierungsfragen beim Wachstumsbooster zeigt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: Die SPD hat die Kommunen fest im Blick. Trotz angespannter Haushaltslage werden Städte und Gemeinden vollständig von den Kosten des Wachstumsboosters entlastet – das ist ein starkes Signal für handlungsfähige Kommunen.

Damit wird der Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfest und international wettbewerbsfähig aufgestellt – ohne die Kommunen zu belasten. Denn klar ist: Wenn wir jetzt gezielt in wirtschaftliche Stärke investieren, steigen morgen auch die staatlichen Einnahmen. Bis dahin brauchen gerade die Kommunen Entlastung und genau die kommt jetzt mit den geplanten Reformen und dem geplanten Sondervermögen Infrastruktur.

Der Bund steht damit zu seiner Verantwortung für die Städte und Gemeinden. Jetzt sind die Länder gefragt. Sie müssen dafür sorgen, dass das Geld schnell dort ankommt, wo es gebraucht wird: bei den Menschen vor Ort. Die Grundlagen sind gelegt, jetzt braucht es Schnelligkeit und Entschlossenheit bei der Umsetzung vor Ort. Gerade für die Kommunen in NRW ist eine schnelle Entlastung von besonderer Bedeutung.«

Wiebke Esdar, Vorsitzende der NRW-Landesgruppe der SPD-Fraktion im Bundestag und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag:

»Als Bund geben wir trotz angespannter Haushaltslage das klare Signal: Wir kümmern uns um eine strukturelle Verbesserung der kommunalen Finanzen. Nicht nur werden die Kommunen jetzt vollständig von den Kosten des Wachstumsboosters entlastet, sondern sie profitieren auch von den angestrebten Wachstumseffekten, die wir durch zusätzliche Investitionen in den Standort Deutschland erwarten. Für die SPD-Bundestagsfraktion habe auch ich stets klargemacht, dass wir die Handlungsfähigkeit der Kommunen langfristig stärken wollen, genau das bewirkt die nun gefundene Einigung.

Neben den 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur haben wir jetzt vereinbart, ein großes zusätzliches Programm zur Förderung von Investitionen in die Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur, in Kitas und in Hochschulen aufzusetzen, das fast ausschließlich der Bund finanziert.

Mit dieser Einigung ist vor allem auch eines klar: Der Bund hat seine Hausaufgaben erfüllt, jetzt sind die Länder dran. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch diesen massiven finanziellen Kraftakt das Leben der Menschen besser machen werden. Jetzt gilt es, dass alle staatlichen Ebenen an einem Strang ziehen und dafür sorgen, dass das Geld auch tatsächlich vor Ort in den Kommunen ankommt.«

»Nordrhein-westfälische Entlastungsblockade zeugt von bundespolitischer Einflusslosigkeit«

Zur angekündigten Blockade der nordrhein-westfälischen Landesregierung durch Landesfinanzminister Marcus Optendrenk (CDU) bei der Erhöhung der Pendlerpauschale gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe erklärt Achim Post, Vorsitzender der NRWSPD:

»Wir wollen berufstätige Familien entlasten. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung der Pendlerpauschale ist dafür ein erster wichtiger Schritt. Sie wird dafür sorgen, dass Beschäftigte über die Lohnsteuererklärung zum Teil mit mehreren Hundert Euro entlastet werden. In keinem anderen Bundesland pendeln die Menschen so viel wie in Nordrhein-Westfalen. Die Entlastung durch die Erhöhung der Pendlerpauschale würde somit ganz unmittelbar gerade für die Menschen in NRW spürbar sein.

Mit seinem Nein zur Erhöhung der Pendlerpauschale hat Landesfinanzminister Optendrenk eine schwarz-grüne Entlastungsblockade angekündigt. Jetzt rächt sich, dass die Landesregierung bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin faktisch nicht stattgefunden hat. Optendrenk war in der Verhandlungsgruppe zur Haushalts- und Finanzpolitik. Dort wäre der richtige Ort gewesen, seine nun vorgetragenen Bedenken kundzutun. Dass der Landesfinanzminister das Veto der Landesregierung nun über die Presse mitteilt, zeugt von der bundespolitischen Einflusslosigkeit der Wüst-Regierung.

Die Bundesregierung muss die Erhöhung der Pendlerpauschale schnell auf den Weg bringen. Hierfür ist eine gemeinsame Kraftanstrengung notwendig, damit berufstätige Familien mehr Geld im Portemonnaie haben. Es reicht nicht, dass die Landesregierung den Stellenwert von Familien in Sonntagsreden in den Mittelpunkt stellt und blockiert, sobald es mit Blick auf die dringend notwendigen Entlastungen konkret wird.«

»Idealbesetzung« – Philipp und Post zur Kandidatur von Bärbel Bas für den Parteivorsitz und den personellen Entwicklungen in der SPD

Bild: Andreas Köhring / NRWSPD

Zum angekündigten Rückzug von Saskia Esken vom Amt der Parteivorsitzenden, der Kandidatur von Bärbel Bas für den Parteivorsitz und der Ernennung von Tim Klüssendorf zum neuen Generalsekretär erklären die Vorsitzenden der NRWSPD, Sarah Philipp und Achim Post:

Sarah Philipp, NRWSPD-Vorsitzende:

»Ich freue mich sehr darüber, dass Bärbel Bas den Vorsitz der SPD übernehmen möchte. Sie ist die richtige Person zur richtigen Zeit.

Ihre Biografie steht beispielhaft für das sozialdemokratische Aufstiegsversprechen. Sie ist bodenständig, nahbar, verlässlich und kompetent. Bärbel Bas überzeugt nicht nur innerhalb der SPD, sondern auch weit über die Parteigrenzen hinaus. Sie kann sich auf die volle Unterstützung der nordrhein-westfälischen SPD verlassen.«

Achim Post, Vorsitzender der NRWSPD:

»Die Sozialdemokratie ist Saskia Esken zum großen Dank verpflichtet. Sie hat den Parteivorsitz gemeinsam mit Norbert Walter-Borjans übernommen, als sich die SPD in einer tiefen Krise befand und entscheidend zum Erfolg bei den Bundestagswahlen 2021 beigetragen. Dass sie nun die Neuaufstellung der SPD aktiv unterstützt, verdient großen Respekt.

Bärbel Bas ist die Idealbesetzung für den Parteivorsitz. Sie und Lars Klingbeil werden ein gutes Team an der Spitze der SPD sein, auch um die Partei mit Blick auf die Bundestagswahl 2029 erfolgreich aufzustellen. Mit Tim Klüssendorf bekommt die SPD zudem einen neuen Generalsekretär, der bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, dass er zurecht zu den größten Talenten innerhalb der Sozialdemokratie zählt. Hinter diesem Team wird sich die SPD geeint versammeln.«

Achim Post und Sarah Philipp als NRWSPD-Vorsitzende bestätigt – Auch Micha Heitkamp wiedergewählt

Unter dem Motto »Aus dem Alltag in die Zukunft« sind am Samstag, den 10.05.2025, die mehr als 450 stimmberechtigen Delegierten aus den 54 Unterbezirken der NRWSPD auf dem Landesparteitag in Duisburg zusammengekommen. Bei dem Parteitag wurden Sarah Philipp und Achim Post in ihrem Amt bestätigt.

Bild: Andreas Köhring / NRWSPD

Eröffnet wurde der Landesparteitag von Sören Link, dem Oberbürgermeister der Stadt Duisburg. Er begrüßte die Delegierten und stimmte direkt zu Beginn der Veranstaltung auf die anstehenden Wahlen ein: »Wenn wir den Menschen zuhören, vor Ort sichtbar sind, und wenn wir sicherstellen, dass in Nordrhein-Westfalen niemand allein dasteht, dann werden wir die Wahlen gewinnen.«

Auch Sarah Philipp ging in ihrer Rede auf die Landtagswahl ein: »Hendrik Wüst als Ministerpräsident ist nicht in Stein gemeißelt. Diese Landesregierung ist schlagbar – und zwar mit Haltung, besseren Ideen und mit uns!« In ihrer Rede unterstrich sie außerdem die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit und einer klaren Abgrenzung zur AfD: »Die SPD ist das Fundament der Brandmauer. Und das seit über 160 Jahren.«

Achim Post sprach sich in seiner Rede für eine ehrliche Aufarbeitung der Bundestagswahl aus: »Das war nicht einfach nur ein schlechtes Ergebnis, das war ein historisch schlechtes Ergebnis. Das muss man ganz klar benennen.« Angesichts dieser Bilanz versprach er: »Die Tradition der SPD heißt Erneuerung und wir werden uns weiter erneuern.«

Bei den anschließenden Wahlen bestätigten die Delegierten Sarah Philipp mit 88,76% und Achim Post mit 82,30% als Vorsitzende der NRWSPD.

Auch Frederick Cordes wurde mit 79,43% erneut zum Generalsekretär gewählt. In seiner Rede machte er deutlich, wer im Fokus der anstehenden Wahlkämpfe stehen soll – die berufstätigen Familien: »Die NRWSPD ist die Partei für alle, die mitten im Leben stehen und den Laden am Laufen halten – ob auf der Arbeit oder zuhause.« Sein Aufruf an alle Anwesenden: »Lasst uns die Rathäuser in NRW wieder rot färben!«

Unterstützt werden Sarah Philipp, Achim Post und Frederick Cordes von Schatzmeister André Stinka und den stellvertretenden Landesvorsitzenden Marc Herter, Veith Lemmen, Maximilian Reeck, Svenja Schulze und Sara Zorlu.

Neben Achim Post gehört ein weiterer Minden-Lübbecker dem NRWSPD-Landesvorstand an. Auch der Minden-Lübbecker SPD-Kreisvorsitzende Micha Heitkamp wurde als Beisitzer der nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten wiedergewählt.

Verabschiedung des Leitantrags »Aus dem Alltag in die Zukunft«

Nach konstruktiven Debatten wurde am Nachmittag schließlich der Leitantrag der NRWSPD »Aus dem Alltag in die Zukunft« einstimmig beschlossen.  Neben einer intensiven Aufarbeitung der vergangenen Bundestagswahl wird im Antrag dargelegt, wie durch konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen in Verbindung mit glaubwürdigen Zukunftsperspektiven das sozialdemokratische Aufstiegsversprechen an die Herausforderungen der heutigen Zeit angepasst werden kann und muss.

Außerdem wurde ein Antrag für ein AfD-Verbotsverfahren einstimmig beschlossen.