Eine Tante wird 100!

In Porta Westfalica durfte man jetzt einen 100-jährigen Geburtstag begehen. Der SPD Ortsverein Holzhausen feierte sein 100-jähriges Bestehen. Als Ehrengäste durfte der Ortsverein die heimischen SPD-Abgeordneten Christina Weng und Achim Post, sowie die stellv. Vorsitzende der AfA Minden-Lübbecke Conny Wandtke begrüßen.

Man schaute während der Jubiläumsveranstaltung nicht nur auf die Geschichte des SPD-Ortsvereins und auf 100 Jahre Frauenwahlrecht zurück, sondern auch auf insgesamt 90 Jahre SPD-Mitgliedschaft:

Seit 40 Jahren hält Heinz Böhme der SPD die Treue und Reinhard Geffert seit 50 Jahren. Beide wurden für ihre Verdienste für die Sozialdemokratie von Achim Post geehrt.

Bericht des MT vom 07.03.2019
Bericht auf spdpw.de

Ein Quantensprung: AfA steht hinter den Beschlüssen des Parteivorstandes zu Arbeit und mehr Gerechtigkeit

Als wichtige Bausteine zur inhaltlichen Erneuerung der SPD begrüßt der AfA-Bundesvorstand den Beschluss des SPD-Parteivorstandes zum Thema Arbeit. Er enthält wesentliche Elemente, für die die AfA seit Jahren kämpft. Dazu zählen insbesondere die Punkte, die auf eine Erhöhung der Arbeitseinkommen abzielen, wie die Erhöhung des Mindestlohns und der Tarifbindung, die Absicherung neuer Erwerbsformen, die Verbesserungen in der Arbeitsversicherung samt Rechtsanspruch auf Qualifizierung und der Abschied von der Hartz-IV-Systematik. Auch stellt sich die AfA ausdrücklich hinter die Rentenpläne von Bundesarbeitsminister Heil.
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Auf den Punkt gebracht!

Die Grundrente ist die Anerkennung der Lebensleistung von Arbeitnehmer*innen.

„Spanien erhöht Mindestlohn um 22%“

Foto: pixabay.com

Die sozialistische Regierung in Spanien hebt den Mindestlohn um 22 Prozent an. Damit steigt er von einem der niedrigsten zu einem der höchsten innerhalb der EU. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez will, dass es keine armen Arbeiter mehr in Spanien gibt. 

Damit es sich „lohnt“ arbeiten zu gehen braucht es gute Jobs und einen Mindestlohn, welcher nicht unter dem Selbstbehalt (Existenzminimum) liegt.

Somit springt der Mindestlohn in Spanien von einem der niedrigsten in Europa zu einem der höchsten. Arbeitnehmer bekommen in Spanien jetzt einen Mindestlohn von 10,50 Euro.

Da stelle ich mir die Frage, warum geht das nicht auch in Deutschland?

Bei Fragen zu diesem Thema habe ich bisher immer zu hören bekommen, das ist doch besser als gar kein Mindestlohn oder mehr ist mit der Union nicht zu machen. Wenn man vorher weiß, dass mit der Union nicht mehr zu machen ist, warum geht man dann eine Koalition ein? Zumindest muss den Wählerinnen und Wählern einmal deutlich gesagt werden, wer hier der Bremsklotz ist und wem Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den niedrigen Mindestlohn zu verdanken haben. Nicht die SPD ist es die hier die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Stich lässt. Nein es ist die CDU und noch schlimmer wäre es, wenn die FDP mit in der Regierung währe.

In diesem Jahr wählen wir ein neues Europäisches Parlament. Wir sollten die Gelegenheit nutzen und als AfA und SPD uns stark dafür machen, dass es an der Zeit ist einen europäischen einheitlichen Mindestlohn zu fordern.

Bitte tragt diese Forderung an Eure/Ihre Europakandidaten weiter. Ich bin der Meinung, dass dies ein zentrales Thema im Wahlkampf sein muss.

Zum Autor: Peter Bernard ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer*innenfragen in der SPD (AfA)

Jahresanfangsgruß

Liebe Genossinnen und Genossen,

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Seite,

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

 Dieses Gebot haben die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes an den Anfang gestellt.

Mit diesen knappen Worten habe sie eine Aussage getroffen wie unser gesellschaftliches Zusammenleben aussehen soll. Im Mittelpunkt steht der Mensch, und dabei spielt es keine Rolle welcher Herkunft oder welchen Glaubens er ist.

Im Mai dieses Jahres ist es 70 Jahre her, dass die Würde des Menschen der Grundstein unseres Sozialstaates wurde. Eine freie und offene Gesellschaft kann es nur dann geben, wenn wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir dafür den Geist unseres Grundgesetzes leben müssen.

Die Nachrichten aus Bottrop und Essen zum Jahresauftakt haben mich sehr betroffen gemacht. Die Amokfahrt muss ganz klar als rassistische Tat eingestuft werden. Das muss auch ganz klar gesagt werden. Da darf nichts aber auch gar nichts relativiert werden

Hartmut Ganzke aus der Fraktion der NRW SPD hat dazu gesagt:“ Im Kampf gegen Extremismus kommen wir nur weiter, wenn wir die Feinde der offenen und demokratischen Gesellschaft klar identifizieren und benenne.“

Der zu Anfang dieses Jahres bekannt gewordene Hackerangriff auf Politiker und Personen des öffentlichen Lebens ist nichts anderes als digitaler Hausfriedenbruch, so Thomas Kutschaty Fraktionsvorsitzender der NRW SPD im Landtag.

2019 wird ein Jahr der Jubiläen und Gedenktage. So feiern wir nicht nur 70 Jahre Grundgesetz, sondern auch 100 Jahre Weimarer Republik, 100 Jahre Arbeiter-Wohlfahrt, den 50. Jahrestag der Kanzlerwahl von Willy Brandt sowie 30 Jahre Mauerfall. Zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnern wir uns auch an den Ausbruch des Krieges vor 80 Jahren. Er soll uns vor allem Mahnung sein, den ersten Satz unseres Grundgesetzes als Fundament unserer freien und offenen Gesellschaft zu begreifen.

Das neue Jahr bringt uns auch eine Europawahl und mehrere Landtagswahlen. Wir haben also viel Arbeit in diesem Jahr.

Ich wünsche Ihnen und Euch eine gesundes, friedliches und glückliches 2019

 

Ihr/Euer

Peter Bernard

Jahresendgruß der AfA Minden-Lübbecke

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde und Unterstützer,

das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. Es war ein sehr turbulentes Jahr mit vielen Höhen und Tiefs. Leider für uns als SPD mehr Tiefs, Aber das soll uns nicht abhalten unsere Erfolge zu benennen. So können wir als AfA im Kreis Minden Lübbecke ein doch recht erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken.

Wir haben in diesem Jahr zwei Betriebs-und Personalrätekonferenzen abgehalten. Wir haben über die, nach unserer Meinung dringend erforderliche, Rückbesinnung der SPD auf Ihre Kernthemen gesprochen.

Wir waren mit einer großen Delegation zur Landeskonferenz der AfA, auf der Bundeskonferenz waren wir gut vertreten. Wir haben uns zu Wort gemeldet wo immer es notwendig war.

Der Kreisverband der AfA hier im Mühlenkreis ist mit dem Kreisvorsitzenden der AfA Peter Bernard im Landesvorstand und im Bundesausschuss der AfA vertreten. Wir werden gehört.

An dieser Stelle danke ich allen, die sich im nun zu Ende gehenden Jahr in die Arbeit eingebracht haben. Alle die in der AfA aktiv sind machen dies ehrenamtlich. Dafür noch einmal ein großes Dankeschön.

Ich wünsche allen eine friedliche und gesegnete Weihnachtszeit im Kreise der Familie, viel Glück und vor allem Gesundheit für das Jahr 2019 und ein Wiedersehen im neuen Jahr.

Bis dahin verbleibe ich

Mit solidarischen Grüßen

Ihr/Euer

Peter Bernard

AfA Kreisvorsitzender

AfA bei der SPD-Mitgliederversammlung in Wietersheim am 9.11.18

In einem leidenschaftlich vorgetragenen Referat stellte Conny Wandtke die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) beim SPD-Ortsverein Petershagen-Weser vor.

In dieser Organisation engagieren sich z.B. politisch interessierte Arbeitnehmer/Innen, Gewerkschafter oder Jugendvertreter/Innen. Ziel ist es, mit der SPD für die Schaffung existenzsichernder und sozial abgesicherter Arbeitsplätze einzutreten, die Errungenschaften unseres Sozialstaates zu sichern und den Herausforderungen in Wirtschaft und Arbeitswelt anzupassen. Interessierte können an den Zusammenkünften im Parteibüro in Dützen teilnehmen. Infos erteilen Conny Wandtke und Mathias Spiller.

AfA im Kreis Minden Lübbecke bekennt sich zu Berufseinstiegsbegleitung

Auf Initiative der heimischen Landtagsabgeordneten Christina Weng besuchte jetzt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thomas Kutschaty das Mindener „Fachwerk“. Dabei stand ein Thema im Mittelpunkt der Gespräche: Die Berufseinstiegsbegleitung. Ein Projekt der Jugendsozialhilfe, um Jugendliche auf ihrem Weg in das Berufsleben zu unterstützen. Seit 2012 ist dieses Instrument fest als Förderinstrument im Bundessozialgesetzbuch verankert.

Der Verein Fachwerk e.V. in Minden beteiligt sich an dem Programm mit Berufseinstiegsbegleiterinnen. Diese beraten ausgewählte Schülerinnen und Schüler bereits in den letzten Klassen der allgemeinbildenden Schulen.

„Eine sehr sinnvolle Maßnahme, die unbedingt weiter geführt werden sollte“, so Christina Weng. Doch die Finanzierung durch den Bund ist nur bis zum Ende des laufenden Schuljahres 2018/2019 gesichert. Die letzte Beratungsphase begann am 01.09.2018. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat sich das Land NRW noch nicht zur Fortführung dieser Maßnahme entschlossen.

Daher richtete Fachwerk-Geschäftsführer Reinold Sander an Thomas Kutschaty und Christina Weng die dringende Bitte, sich im Landtag für die weitere Finanzierung der Maßnahme einzusetzen. „Soll dieses Instrument „BerEB“, nachdem es in allen Schulen gut integriert ist, einfach so auslaufen? Die Schulen sind sehr dankbar über die Arbeit der Berufseinstiegsbegleiter. Viele Jugendliche hätten ohne eine Berufseinstiegsbegleitung keine Ausbildung gefunden. Es geht auch um ihre Persönlichkeitsbildung und Teilhabe an der Gesellschaft“ so die Frage von Sander.

„Besser Vorsorge als später mit erheblich größere Anstrengungen ein ähnliches Ergebnis zu erzielen!“ ist auch Christina Weng von dem Projekt überzeugt. „Es gibt keine andere präventive Maßnahme die schon in der allgemeinbildenden Schule einsetzt und so sinnvoll ist.“

Und Thomas Kutschaty stimmt dem zu: „Das sind unsere Fachkräfte von morgen. Diese Maßnahme arbeitet diesem entgegen, der der Fachkräftemangel wird immer dramatischer. 61% der Mittelständler bewerten den Fachkräftemangel mittlerweile als Geschäftsrisiko – so viele wie nie zuvor!“

Bei einem abschließenden Rundgang durch die Ausbildungswerkstätten des Vereines Fachwerk e.V. konnten sich die beiden Politiker von dem großem Leistungsspektrum der Berufsausbildung überzeugen.

Thomas Kutschaty: „Hier in Minden wird beeindruckende Arbeit für die Berufsqualifizierung und Ausbildung geleistet. Ein tolles Beispiel wie aus einer ehemals privaten Initiative ein wichtiger ergänzender Baustein der heimischen Berufsausbildung geworden ist. Einfach toll!“

Zusatzinformation:

Die Aufgaben der Berufseinstiegsbegleiter/innen sind vielfältig.

Sie unterstützen die jungen Menschen unter anderem dabei

• ihre Persönlichkeit zu entwickeln,

• den Schulabschluss zu schaffen,

• an berufsorientierenden Veranstaltungen, Praktika etc. teilzunehmen,

• in Bewerbungsgesprächen klarzukommen,

• sich im ersten Ausbildungsjahr zurechtzufinden und voranzukommen.

Die Berufseinstiegsbegleiter/innen betreuen die Jugendlichen persönlich, gemeinsam analysieren sie Stärken und Schwächen und motivieren. Aus den Ergebnissen der Potenzialanalyse leiten sie Förderpläne ab, um die Jugendlichen individuell an die einzelnen Stationen im Berufswahlprozess heranzuführen. Bei Bedarf organisieren sie weitere Unterstützungsangebote, zum Beispiel Nachhilfeunterricht. Die Begleitung erfolgt in enger Abstimmung mit der Berufsberatung.

Die AfA feiert in diesem Jahr ihr 45jähriges Bestehen

Vom 19. Bis 21. Oktober 1973 fand auf Betreiben von Herbert Wehner (SPD Fraktionsvorsitz 1969 bis 1983) in Duisburg die Gründungskonferenz der AfA statt. Er wollte den berechtigten Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Rechnung tragen und gleichzeitig das Profil der SPD als „ihre“ Partei wieder schärfen. Wehner nannte die AfA ein „lebenswichtiges Organ der SPD und gleichzeitig Auge, Ohr und Herzkammer der Partei“.

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde, der Ausspruch von Herbert Wehner aus dem Jahr 1973 ist so etwas von aktuell. Leider haben das einige Genossinnen und Genossen in den Führungsebenen vergessen. Ich bin überzeugt, wenn unsere Partei und Fraktionsführung in der Vergangenheit auf uns, die AfA, gehört hätte, würde die SPD heute anders dastehen.

Wir müssen noch stärker als bisher zeigen, dass es ohne eine Beteiligung der AfA nicht geht. Wir haben in der Vergangenheit gute Konzepte entwickelt. Leider sind diese meist nicht berücksichtigt worden.

Unter der Parteiführung Gabriel hat die AfA ihr Stimmrecht im Parteivorstand verloren. Auch in einigen Unterbezirken und Kreisverbänden gab es Bestrebungen die AfA abzuschaffen oder zumindest klein zu halten. Aber die betroffenen Genossinnen und Genossen haben gegen diese Tendenzen gekämpft.

Nur mit einer starken AfA die in der Partei ein Mitsprache-, Antrags-, und Stimmrecht hat können wir zu alter Stärke zurückfinden- Ich weiß, dass dies nicht der einzige Punkt ist um die SPD wieder nach vorn zu bringen. Aber und da bin ich überzeugt, es ist ein wichtiger Punkt.

Wir stehen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerrechte. Wir mischen uns ein. Wir legen auch den Finger in die Wunde, dass es unter Umständen weh tut.

Dafür stehen wir als AfA und freuen uns auf die nächsten 45 Jahre.